Übertraining bei Frauen: DAS kannst Du dagegen tun!

Übertraining bei Frauen kann oftmals noch verheerendere Folgen haben, als bei Männern. Immerhin kann es dadurch zu erheblichen Problemen mit dem Hormonhaushalt kommen. Dadurch ist nicht nur die Fruchtbarkeit gefährdet, sondern auch die Knochengesundheit und viele andere gesundheitlichen Aspekte. Im Folgenden wollen wir deshalb einige Methoden aufzeigen, die Frauen aus diesem gefährlichen Zustand helfen können!

Übertraining bei Frauen

Untersuchung und Diagnose von Übertraining bei Frauen kann für Trainer, Sportler und Ärzte eine Herausforderung darstellen. Damit man sich ein Urteil zur Symptomatik bilden kann, sollte man in jedem Fall das vollständige Wissen über alle Komponenten des Phänomens besitzen. Zudem ist es von Vorteil, auch die potentiell betroffene Sportlerin gut zu kennen. Normalerweise sollten sich Sportlerinnen jedes Jahr sowohl gynäkologisch, als auch allgemein Durchchecken lassen. Wenn eine Sportlerin dabei ein erhöhtes Risiko für die Triade aufweist, dann sollte man eine Folgeuntersuchung mit einem Team von Spezialisten planen. Die medizinische Vorgeschichte, die Menstrualgeschichte, die psychosoziale Vorgeschichte, die psychiatrische Vorgeschichte und die sportliche Vorgeschichte sollte der behandelnde Arzt hierbei immer mit berücksichtigen.

Tests und Untersuchungen

Zunächst sollte man eine umfassende Untersuchung veranlassen. Diese sollte Aufschluss über den Elektrolythaushalt, das volle chemische Profil, die vollständigen Blutwerte, die Blutsenkungsgeschwindigkeit, die Spiegel des C-reaktiven Proteins, sowie die Funktion der Schilddrüse geben. Manchmal ist ein EKG angeraten, um jegliche Herzrhythmusstörungen oder andere Probleme zu identifizieren. Zusätzliche Laboruntersuchungen können basierend auf der medizinischen Vorgeschichte und der körperlichen Untersuchungen ebenfalls notwendig sein.

Untersuchung der Knochenmineraldichte

Wenn eine Sportlerin eine Vorgeschichte von wiederholten Verletzungen, chronischen Schmerzen, Stressfrakturen oder gebrochenen Knochen hat, dann sollte man die Knochenmineraldichte untersuchen. Diese Tests führen Spezialisten für gewöhnlich unter Verwendung einer Dual-Rontegen-Absorptiometrie durch.

Behandlungsempfehlungen

Zu Beginn sollte sich der Behandlungsplan auf die sofortige Implementierung eines angemessenen Ernährungsplanes und eine Modifizierung des sportlichen Trainings konzentrieren. Ein Teamansatz ist für die Behandlung dieses komplexen Leidens am besten. Dieses Team kann Familienmitglieder, einen Hausarzt, einen Gynäkologen, einen Trainer, einen Ernährungsberater und einen Psychotherapeuten umfassen. Schließlich sollte man sich bei der Behandlung der Triade auf eine Untersuchung und Behandlung aller Aspekte des Spektrums konzentrieren.

Kognitive Therapie/Psychotherapie

Häufig werden Sportlerinnen an einen Sportpsychologen oder allgemeinen Therapeuten überwiesen, um Probleme zu behandeln. Eine kognitive Therapie ist eine beliebte Wahl, um Sportler zu lehren, ihr Denken und ihr Verhalten durch eine Analyse der Resultate ihrer Entscheidungen und Aktionen zu verändern.

Ernährungsberatung/Supplementation

Eine Überwachung der Ernährung der Sportlerin, sowie die Verwendung zusätzlicher Vitamine und Mineralstoffe können notwendig sein. Hierbei haben sich Kalzium, Vitamin D und Vitamin K bewehrt, um den therapeutische Plan zu unterstützen.

Pharmazeutische Therapie

Orale Kontrazeptiva können empfohlen werden, um eine Amenorrhö und einen unregelmäßigen Menstrualzyklus zu bekämpfen und die Knochengesundheit zu verbessern.

Übrigens hat eine überwältigende Mehrzahl an aktuellen Untersuchungen ergeben, dass der beste Weg, die verheerenden gesundheitsschädigenden Wirkungen der Triade zu verhindern in der Aufklärung von Trainern, Sportlern und Eltern über frühe Untersuchungsmöglichkeiten bei Sportlerinnen, die ein Risiko für die Triade aufweisen, besteht.

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