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Was genau ist ein Penisbruch?

Was beim sogenannten Penisbruch im Gewebe passiert, warum er ein medizinischer Notfall ist und welche Folgen drohen können.

Der sogenannte Penisbruch ist ein seltener, aber ernster medizinischer Notfall, der ärztlich versorgt werden muss. Unbehandelt kann er bleibende Folgen haben, weshalb dieser Artikel nur einordnet und keine Selbstbehandlung beschreibt.

Was ist schlimmer: ein gebrochenes Herz oder ein gebrochener Penis? Man kann immer eine andere Frau finden, doch der Penis ist für immer. Der Penis ist kein Knochen und somit kann er streng genommen nicht brechen. Die Verletzung bezieht sich auf einen Riss im Corpus Cavernosum, dem schwammartigen Gewebe im Penis, welches das Blut während der Erektion sammelt. Ein Penisbruch tritt oft während des Geschlechtsverkehrs auf, wenn die Frau sich oben befindet, der Penis aus der Vagina rutscht und dann gegen den „Damm”, den Bereich zwischen Vagina und Anus, prallt. Weiterhin kann ein so genannter Penisbruch durch einen stumpfen Schlag auf den erigierten Penis zustande kommen, wenn man z.B. aus dem Bett fällt oder sich im Schlaf unglücklich dreht.

Diese Verletzung ist ein medizinischer Notfall, der zu Abszessen, einer permanenten Krümmung des Penis, Schmerzen während der Erektion und dem Sex, erektiler Dysfunktion und Verhärtung der Penisarterie führen kann. Ein operativer Eingriff ist die bevorzugte Behandlungsmethode für schwere Fälle von Penisbruch, da sie in weniger Komplikationen resultiert als konservative Behandlungsmethoden (d.h. kalte Kompressen, Druckverbände, Schienen und entzündungshemmende Medikamente).

Israelische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Verletzungen der Venen im Penis fälschlicherweise für Risse im erektilen Gewebe gehalten werden können.

Hinweis: Dieser Artikel ist eine journalistische Einordnung und ersetzt keine ärztliche Beratung. Ein Penisbruch ist ein medizinischer Notfall; bei Verdacht ist umgehend ärztliche Hilfe zu suchen.

Quelle: Journal of Sexual Medicine 4: 1142-1146, 2007.