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Forschung & Fakten

Wachstumshormone: Wassereinlagerungen und Schwellungen als Nebenwirkung

Warum Wachstumshormone Wasser- und Elektrolytretention auslösen können und weshalb der Stoff zum Muskelaufbau in Deutschland nicht zugelassen ist.

Wachstumshormone (GH) sind in Deutschland verschreibungspflichtige Arzneimittel, die nur bei ärztlich diagnostizierten Indikationen zugelassen sind, nicht zum Muskelaufbau oder als Anti-Aging-Mittel. Der Einsatz ausserhalb dieser Indikationen gilt als Missbrauch und ist mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden. Wachstumshormone werden dennoch sowohl von Bodybuildern, die ihre Muskelmasse erhöhen und Fett abbauen möchten, als auch von älteren Menschen, die ihren Alterungsprozess verlangsamen möchten, nachgefragt. Zu den dokumentierten Nebenwirkungen gehören Wassereinlagerungen, die zu geschwollenen Gelenken führen und Druck auf Nerven ausüben können, wobei letzteres zu einem kribbelnden Gefühl in Händen und Füßen führen kann.

Holländische Wissenschaftler kamen im Rahmen einer Literaturrezension zu der Schlussfolgerung, dass Wachstumshormone eine Wasser- und Elektrolytretention (Natrium und Kalium) in den Nieren verursachen. Mit der Zeit scheiden die Nieren mehr Elektrolyte aus, halten jedoch immer noch etwas Wasser zurück, so dass auch im Rahmen einer Langzeitanwendung von Wachstumshormonen weiterhin mit einem gewissen Anschwellen der Gelenke und der unteren Extremitäten gerechnet werden muss.

Wachstumshormone beeinflussen die Schwellungen und das Flüssigkeitsgleichgewicht über einen Einfluss auf andere Hormone wie Insulin oder Testosteron und verändern zellulare Kontrollsysteme, welche die Nieren und den Flüssigkeitshaushalt des Körpers regulieren. Anwender berichten, dass sie weniger Probleme mit Schwellungen und Gelenkschmerzen haben, wenn sich die Nieren und das Hormonsystem an die Wachstumshormone anpassen. Dass solche Beschwerden mit der Zeit nachlassen können, ist allerdings kein Beleg dafür, dass die Anwendung unbedenklich wäre.

Hinweis: Dieser Artikel ist eine journalistische Einordnung und keine Einnahme- oder Kaufempfehlung. Wachstumshormone sind in Deutschland verschreibungspflichtig und zum Muskelaufbau nicht zugelassen; ihr Missbrauch fällt unter das Arzneimittel- und Anti-Doping-Recht. Von einer Selbstmedikation wird abgeraten. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.

Quelle: Growth Hormone & IGF Research, 17: 353-368, 2007.