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SARMs und Steroide in der Fitness-Szene: was hinter den Transformationen steckt

Warum der Einsatz von SARMs und Steroiden in der Influencer- und Profiszene ein offenes Geheimnis ist, und warum dokumentierte Transformationen kein Maßstab und kein Anreiz sein sollten.

Die Welt von SARMs und Steroiden ist im Bodybuilding noch immer ein Mysterium. Wichtig vorab: Sowohl SARMs als auch anabole Steroide sind in Deutschland nicht als Arzneimittel für solche Zwecke zugelassen, im Sport verboten und mit erheblichen Gesundheitsrisiken sowie rechtlichen Folgen verbunden. Über den Einsatz wird selten offen gesprochen.

Auch wenn es beinahe ein offenes Geheimnis ist, dass viele Influencer und Profis zusätzliche Mittel einnehmen, um zu ihrer Muskulatur und Form zu kommen, sprechen die Wenigsten das Thema offen an. Manche Sponsoren könnten etwas dagegen haben, und natürlich spielt auch die juristische Lage oft eine große Rolle. Dabei wünschen sich manche Kraftsportler mehr Ehrlichkeit, um besser zu verstehen, was der Einsatz solcher Mittel tatsächlich bedeutet, gerade auch im Hinblick auf die Risiken. Ein Sportler hat öffentlich dokumentiert, wie seine Erfahrungen mit SARMs und Steroiden ausgefallen sind. Wir ordnen den Fall im Folgenden ein.

Sind SARMs oder Steroide „besser”?

Diese Frage lässt sich nicht ohne Weiteres beantworten, und schon gar nicht im Sinne einer Empfehlung. Jedem sollte klar sein, dass beide Mittel erhebliche gesundheitliche Folgen mit sich tragen können. Daher kann keine der beiden Optionen empfohlen werden. Dennoch gibt es immer wieder Sportler, die solche Mittel in Erwägung ziehen, und damit auch die Frage, welche Variante die vermeintlich „weniger schlechte” sei. Eine seriöse Antwort darauf gibt es nicht: Es geht um die Wahl zwischen zwei Risiken, nicht um einen Vorteil.

Ein bekannter Instagram-Bodybuilder hat seine Veränderung mit beiden Substanzen öffentlich dokumentiert. Seine Anfänge bestritt er nach eigenen Angaben mit SARMs und baute damit bereits sichtbare Muskelmasse auf. Manche halten es nicht für denkbar, dass eine solche Härte und Masse mit SARMs möglich sei.

Als der Sportler nach eigener Darstellung das Maximum mit SARMs ausgeschöpft hatte, wechselte er zu Steroiden. Zunächst kamen Wachstumshormone hinzu, anschließend weitere anabole Mittel. Bereits in jungen Jahren zeigte er eine ausgeprägte Muskelmasse, Härte und Definition. Was dabei oft übersehen wird: Solche dokumentierten Verläufe blenden die gesundheitlichen Kosten aus, sie sind kein Erfolgsrezept und schon gar kein Beleg für Sicherheit.

Man kann zwar gespannt sein, wie sich solche Verläufe weiterentwickeln. Doch dieses Beispiel ist ausdrücklich kein Anreiz zum Konsum dieser Mittel. Es zeigt vor allem eines: wie normalisiert und zugleich verschwiegen der Einsatz leistungssteigernder Substanzen in Teilen der Fitness-Szene ist, und wie wenig dabei über die langfristigen Risiken gesprochen wird. Genau das macht solche Inszenierungen problematisch.

Hinweis: Dieser Artikel ist eine journalistische Einordnung und keine Einnahme- oder Kaufempfehlung. SARMs und anabole Steroide sind in Deutschland für solche Zwecke nicht als Arzneimittel zugelassen, im Sport verboten und fallen unter das Arzneimittel- und Anti-Doping-Recht; Erwerb und Besitz können rechtlich problematisch sein. Von einer Selbstanwendung wird dringend abgeraten. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.

Quellen: WADA Prohibited List (S1).