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Forschung & Fakten

Haben übergewichtige junge Männer häufiger Erektionsprobleme?

Was eine dänische Studie über den Zusammenhang von Übergewicht, Bauchfett und Erektionsproblemen gefunden hat, und welche Rolle die Stoffwechselgesundheit dabei spielt.

Fitness und Stoffwechselgesundheit gelten als wichtige Faktoren für eine gesunde Sexualität, da sie körperliche und mentale Vorzüge mit sich bringen. Ein gut regulierter Stoffwechsel steht mit einer besseren Kontrolle des Blutflusses und einer stabileren Hormonregulation in Verbindung, was sich günstig auf das sexuelle Verlangen und das Selbstvertrauen auswirken kann.

Eine mit jungen Männern im Alter von 25 bis 45 Jahren in Dänemark durchgeführte Studie zeigte, dass Übergewicht das Risiko für Erektionsprobleme um 274 Prozent erhöhte. Übergewicht wurde als ein Bodymass-Index (BMI) von 30 oder mehr definiert (der BMI ist ein Maß für die Proportion von Körpergröße zu Gewicht). Interessanterweise traten Erektionsprobleme bei Nichtrauchern häufiger als bei Rauchern auf. Das Übergewicht stand in keiner Beziehung zu frühzeitigem Samenerguss, verzögerter Ejakulation oder Problemen mit dem sexuellen Verlangen (Libido).

Übergewicht im Bauchbereich ist ein wichtiges Zeichen für eine schlechte Stoffwechselgesundheit und kann mit sexueller Dysfunktion einhergehen. Männer, die einen dicken Bauch haben, weisen häufig eine Insulinresistenz auf, welche mit einer schlechteren Kontrolle über den Blutfluss, Erektionsproblemen, reduzierten Testosteronspiegeln, einer schlechteren körperlichen Fitness und einer ganzen Reihe von Gesundheitsproblemen in Verbindung steht, die das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und einige Krebsarten erhöhen.

Eine ausgewogene Ernährung und Sport gelten als wichtige Hebel, um Fett im Bauchbereich zu reduzieren, die Stoffwechselgesundheit zu verbessern und die sexuelle Leistungsfähigkeit zu unterstützen.

Hinweis: Dieser Artikel ist eine journalistische Einordnung und keine medizinische Beratung. Bei anhaltenden Erektionsproblemen wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.

Quelle: Journal of Sexual Medicine, 5: 2053-2060, 2008.