Eine Testosteron-Behandlung ist ein verschreibungspflichtiges Medikament und nur bei ärztlich diagnostiziertem Mangel vorgesehen. Die folgenden Befunde stammen aus einem Tierversuch und lassen sich nicht direkt auf den Menschen übertragen.
Viele aktuelle Studien haben einen Zusammenhang zwischen niedrigen Testosteronspiegeln, Herzerkrankungen und einem erhöhten Risiko für einen frühzeitigen Tod gefunden. Die Wissenschaftler sind sich jedoch nicht sicher, ob ein niedriger Testosteronspiegel Erkrankungen fördert, oder ob es sich hierbei nur um ein zufälliges Zusammentreffen handelt.
Britische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Testosteron bei Mäusen, die mit cholesterinreichem Futter gefüttert wurden, die Entwicklung von arteriellen Erkrankungen verlangsamte. Diese Mäuse wurden speziell so gezüchtet, dass sie keine Testosteronrezeptoren besaßen, woraus geschlossen wurde, dass das zugeführte Testosteron einen direkten Einfluss auf den Erkrankungsprozess hatte. Die Behandlung verzögerte die Entwicklung fettiger Schlieren in den Arterien, welche eine frühe Form der Arteriosklerose (Verhärtung der Arterien) darstellt.
Dies war eine der ersten Studien, die einen Mechanismus andeuten konnte, über den Testosteron arterielle Erkrankungen beeinflussen kann. Ob dieser Tierbefund für den Menschen gilt, ist damit nicht belegt.
Hinweis: Dieser Artikel ist eine journalistische Einordnung und keine Einnahme- oder Kaufempfehlung. Eine Testosteron-Behandlung ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Von einer Selbstmedikation wird abgeraten. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.
Quelle: Circulation, 116: 2427-2434, 2007.