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Forschung & Fakten

Kann eine Testosteron-Ersatztherapie gesund sein?

Niedrige Testosteronwerte stehen mit einigen Gesundheitsproblemen in Verbindung, und Kurzzeitstudien zeigen Vorzüge einer TRT. Was das heißt, und warum die Therapie in ärztliche Hand gehört.

Eine Testosteron-Ersatztherapie (TRT) ist ein verschreibungspflichtiges Medikament und nur bei einem ärztlich diagnostizierten Testosteronmangel vorgesehen, nicht als Lifestyle- oder Anti-Aging-Mittel.

Es gibt Hinweise, die darauf hindeuten, dass niedrige Testosteronspiegel mit mehreren weit verbreiteten männlichen Gesundheitsproblemen wie erektiler Dysfunktion, Osteoporose und Diabetes in Verbindung stehen. Das ist zunächst eine Korrelation und kein Beweis einer Ursache. Es gibt zudem viele Kurzzeitstudien, die Vorzüge einer Testosteron-Ersatztherapie bezüglich Körperkomposition, Knochenstoffwechsel, Insulinresistenz, sexueller Funktion und Lebensqualität gezeigt haben, allerdings überwiegend bei Männern mit nachgewiesenem Mangel und über kurze Zeiträume.

Wenn eine Ärztin oder ein Arzt einen Hypogonadismus (Unterfunktion der Hoden) diagnostiziert, kann eine zeitlich begrenzte Testosteron-Ersatztherapie infrage kommen. Die Entscheidung, die Dosisfindung und die Verlaufskontrolle gehören dann in ärztliche Hand. Eine Selbstmedikation ist weder vorgesehen noch ungefährlich.

Hinweis: Dieser Artikel ist eine journalistische Einordnung und keine Einnahme- oder Kaufempfehlung. Eine Testosteron-Ersatztherapie ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Von einer Selbstmedikation wird abgeraten. Bei Verdacht auf einen Testosteronmangel wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.

Quelle: T. Hugh Jones, Clinical Endocrinology (Oxf) 72, 584.