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Forschung & Fakten

Fördert Rauchen erektile Dysfunktion?

Was Studien über den Zusammenhang von Rauchen und erektiler Dysfunktion zeigen und warum ein Rauchstopp dabei eine Rolle spielen kann.

Rauchen zählt zu den Risikofaktoren für erektile Dysfunktion. Mehrere Untersuchungen deuten auf einen Zusammenhang hin, der mit der Menge der gerauchten Zigaretten zunimmt; das macht das Thema für die Sexualgesundheit relevant.

Filme verbreiten die Idee, dass Rauchen sexy ist. Forscher der University of California in San Francisco fanden heraus, dass im Jahr 2000 veröffentlichte Filme 10,9 Fälle von Tabakkonsum pro Stunde Film zeigten, während es in Filmen aus dem Jahr 1960 nur 7,3 Fälle pro Stunde waren. Im richtigen Leben leiden Männer, die so viel rauchen wie fiktionale Charaktere im Film, häufiger unter erektiler Dysfunktion. Erektile Dysfunktion (ED) ist besonders bei Männern über 40 mit signifikanten Risikofaktoren für Herzerkrankungen wie hohem Blutdruck, Fettleibigkeit, Diabetes, Rauchen, abnormalen Blutfettwerten und körperlicher Inaktivität verbreitet.

Eine Studie der Tulane University School of Public Health and Tropical Medicine zeigte, dass Männer, die rauchten, ein größeres Risiko für erektile Dysfunktion aufwiesen, wobei das Risiko mit der Zahl der gerauchten Zigaretten stieg. Die Studie untersuchte 7.684 chinesische Männer im Alter von 35 bis 74 Jahren, die rauchten, und verglich diese mit einer ähnlichen Gruppe, die nicht rauchte. Das Auftreten von ED war bei Rauchern, die unter Diabetes litten, besonders hoch. Rauchen verursacht in dieser Untersuchung fast 23% aller Fälle erektiler Dysfunktion in China.

Die Forscher kamen zu der Schlussfolgerung, dass ein Rauchstopp ein wichtiger Weg zur Vorbeugung von ED sein kann. Das nächste Mal, wenn man einen hart aussehenden Detektiv im Film mit einer sinnlichen Blondine flirten sieht, ahnt man also, dass dies womöglich nicht viel weiter geht.

Hinweis: Dieser Artikel ist eine journalistische Einordnung und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei anhaltender erektiler Dysfunktion oder Fragen zum Rauchstopp wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.

Quelle: American Journal of Epidemiology, online am 10. Juli 2007 veröffentlicht.