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Methamphetamin und Herzschäden: was eine Studie zeigte

Eine Untersuchung verband den Konsum von Methamphetamin mit einem deutlich erhöhten Risiko für eine Erkrankung des Herzmuskels. Was die Daten zeigten und warum der Stoff hochgefährlich und illegal ist.

Methamphetamin („Crystal Meth”) ist in Deutschland als Betäubungsmittel verboten, hochgradig abhängig machend und mit schweren, teils tödlichen Gesundheitsschäden verbunden. Eine Untersuchung legt nahe, dass der Konsum das Risiko für eine Kardiomyopathie verdreifacht: eine Erkrankung des Herzmuskels, die zu Herzversagen führen kann.

Wissenschaftler des Davis Medical Center der University of California werteten die Daten von 107 Patienten aus, bei denen eine Kardiomyopathie diagnostiziert worden war, und verglichen diese Daten mit denen gesunder Menschen desselben Alters. Das Auftreten von Kardiomyopathie war bei Patienten, die Methamphetamin konsumierten, um den Faktor 3,7 höher als bei Personen, die diese Substanz nicht konsumierten. Methamphetamin verursacht extreme Nervosität, Schlaflosigkeit, Verwirrtheit, Aggressionen, eine erhöhte Körpertemperatur, Herz-Kreislauf-Versagen und Tod. Es ist billig, macht leicht abhängig und ruiniert die Zähne. Berichten zufolge hatten zum Zeitpunkt der Studie mehr als 13 Millionen Amerikaner Methamphetamin bereits konsumiert, und es drohte, Kokain als die verbreitetste harte Droge in Amerika zu überholen. Die amerikanische Drogenbehörde (DEA) machte für die plötzliche Verbreitung dieser Droge die leichte Erhältlichkeit über das Internet und die weite Verfügbarkeit der Grundstoffe verantwortlich.

Wer Methamphetamin konsumiert, zahlt für den Drogenmissbrauch einen schrecklichen Preis. Es kann zu Gehirnschäden, Halluzinationen, schizophrenen Symptomen und schweren Herzschäden führen.

Hinweis: Dieser Artikel ist eine journalistische Einordnung und keine Einnahme- oder Kaufempfehlung. Methamphetamin ist in Deutschland ein nach dem Betäubungsmittelgesetz verbotener Stoff; Besitz und Handel sind strafbar. Es ist hochgradig abhängig machend und lebensgefährlich. Bei Suchtproblemen wende dich an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Suchtberatungsstelle.

Quelle: American Journal of Medicine, 120: 165-171, 2007.