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Forschung & Fakten

Kann ein Orgasmus die Trainingsleistung von Frauen beeinflussen?

Was Studien über die Veränderungen im weiblichen Gehirn nach einem Orgasmus zeigen und ob sich daraus mögliche Effekte auf Schmerztoleranz und Fokus im Training ableiten lassen.

Studien deuten darauf hin, dass das Gehirn von Frauen nach einem Orgasmus messbare Veränderungen zeigt. Dazu zählt unter anderem eine gesteigerte Aktivität in Bereichen, die mit Entspannung, Berührung, Belohnung, Erinnerung und Schmerzempfinden in Verbindung gebracht werden. Wichtig vorab: Es handelt sich um eine Einordnung erster Beobachtungen, nicht um einen belegten Leistungs-Tipp.

Schmerzempfinden und Orgasmus

Manche Untersuchungen deuten darauf hin, dass Orgasmen das Schmerzempfinden bei Frauen vorübergehend senken können, teils über mehrere Stunden. Beschrieben wurden zudem weniger Unruhegefühle und eine verringerte Aktivität in Hirnbereichen, die mit Angst und einem von Forschenden als „tranceartig” beschriebenen Zustand verbunden werden.

Mögliche Effekte auf die Leistung?

Eine Doppelblindstudie zu dieser Frage gibt es nicht. Offen bleibt daher, ob die beschriebenen Veränderungen im Gehirn tatsächlich zu besseren Trainingsleistungen führen. Weniger Angst, weniger Beklemmung, besserer Fokus und eine höhere Schmerztoleranz klingen nach einem günstigen mentalen Zustand, ob daraus eine messbare Leistungssteigerung wird, ist wissenschaftlich aber nicht belegt.

Vergleichbare Studien zum männlichen Gehirn liegen bislang kaum vor. Nach derzeitigem Stand werden das verringerte Angst- und Schmerzempfinden vor allem bei Frauen beschrieben.

Hinweis: Dieser Artikel ist eine journalistische Einordnung erster Studienbeobachtungen und kein medizinischer Rat. Die beschriebenen Effekte sind nicht als Leistungsempfehlung belegt. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.

Quelle: Bildgebende Studien zur Hirnaktivität während des weiblichen Orgasmus.