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Forschung & Fakten

Welche Risiken birgt Oralsex?

Auch beim Oralverkehr lassen sich sexuell übertragbare Infektionen weitergeben: was Studien dazu zeigen und worauf Gesundheitsbehörden hinweisen.

Oralsex gilt vielen als risikoarm, doch sexuell übertragbare Infektionen lassen sich auch dabei weitergeben. Genau das ist der Kern: Wer ungeschützten Oralverkehr für unbedenklich hält, unterschätzt eine reale Infektionsgefahr.

Präsident Clinton hat uns gelehrt, dass oraler Sex kein echter Sex ist, doch neuere Studien zeigen, dass man sich hierbei trotzdem mit sexuell übertragbaren Erkrankungen infizieren kann. 75% der Menschheit praktizieren oralen Sex und machen ihn hierdurch zu einer der beliebtesten „Sportarten” der Welt. Genau wie Fallschirmspringen, Bungee Jumping und alpines Skifahren ist Oralsex jedoch nicht ganz ohne Risiko.

In Großbritannien haben die Gesundheitsbehörden eine Broschüre mit dem Titel „Oralsex” veröffentlicht, welche die Krankheiten beschreibt, die durch ungeschützten Oralverkehr übertragen werden können. Genitalherpes, Tripper, Syphilis und Chlamydien können durch oralen Sex übertragen werden. Die Wissenschaftler beobachteten einen Anstieg von 2% bei den Neuinfektionen und einen 9-prozentigen Anstieg der Genitalherpesfälle im Vereinigten Königreich. Die Behörden weisen auf die Verwendung eines Schutzes während des Oralsex hin und beschreiben, wie man ihn verwendet.

Dreiviertel der Menschen praktizieren Oralsex. Fachleute raten daher zu Schutz und Achtsamkeit dabei, was man in den Mund nimmt oder mit der Zunge berührt.

Hinweis: Dieser Artikel ist eine journalistische Einordnung und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Verdacht auf eine sexuell übertragbare Infektion oder bei Fragen zum Schutz wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.

Quelle: Medical News Today, 24. Juli 2007.