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Die größten Mythen über Steroide: was sagen die Fakten?

Rund um anabole Steroide kursieren viele Halbwahrheiten. Eine Einordnung gängiger Mythen, der Risiken und der Rechtslage, ohne Anleitung zur Anwendung.

Anabole Steroide sind verschreibungspflichtige bzw. nicht für den Freizeitsport zugelassene Arzneimittel; Besitz und Handel können nach dem Anti-Doping-Recht strafbar sein, und der Gebrauch ist mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden. Rund um das Thema gibt es zugleich unzählige Meinungen, Ansichten und auch etliche Irrglauben. Besonders wenn man sich mit der Thematik noch nicht allzu viel beschäftigt hat, kommt man schnell in die Versuchung, bestimmte Mythen zu glauben und womöglich dadurch sogar die eigene Gesundheit zu riskieren.

Phil Bane und Jil von Road to Glory sind inzwischen dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, wenn es um unterstützende Substanzen geht. Hauptsächlich soll das ihre Community vor unüberlegten Taten schützen. Genau aus diesem Grund haben die beiden nun auch über die wohl bekanntesten Mythen über Steroide gesprochen. Wie diese einzuordnen sind, lest ihr in diesem Artikel.

Mythos 1: Wer Steroide nimmt, sieht aus wie Ronnie Coleman

Wer kennt nicht die Angst vieler Frauen, durch Krafttraining plötzlich so breit zu werden wie Arnold Schwarzenegger? Ähnlich verhält es sich mit dem Irrglauben, dass man allein durch den Gebrauch von unterstützenden Mitteln einen Körper bekommt wie Ronnie Coleman. Zugegeben, Angst haben die meisten Bodybuilder davor nicht. Vielmehr ist es eine Wunschvorstellung, die genauso wenig eintreffen wird wie weibliche Arnies. Schließlich ist für Colemans Muskelmasse definitiv mehr nötig als ein paar unterstützende Substanzen. Auch Genetik spielt dabei eine große Rolle. Letztlich lassen sich die Zuwächse auch auf diverse Wachstumshormone zurückführen, die einiges an Investition bedeuten.

Mythos 2: Orale Substanzen sind „harmloser”

Oral einzunehmende Steroide scheinen für viele „harmloser” zu sein. Sicherlich liegt das einfach daran, dass die Hemmschwelle hierbei nicht so groß ist wie bei Injektionen. Tatsache ist trotzdem, dass orale Präparate ebenfalls erhebliche Schäden anrichten können. Immerhin müssen sie über den Magen verdaut werden und können so deutliche Nebenwirkungen auf die inneren Organe haben. Eine vermeintlich niedrigere Hemmschwelle bedeutet also kein geringeres Risiko.

Mythos 3: Ernährung und Training sind nicht so wichtig wie „Stoff”

Wer aufbauen will, muss einfach nur die entsprechenden Mittel konsumieren? Ganz so „einfach” ist das nicht. Steroide sind keineswegs ein „Freifahrtschein” für schlechte Ernährung und ein mittelmäßiges Training. Muskelaufbau passiert auch mit unterstützenden Mitteln nur, wenn Training und Ernährung „on point” sind. Das betonen auch Phil und Jil.

Mythos 4: Viel hilft viel?

Was tun, wenn man noch schneller Fortschritte erzielen will? Einige kommen sicher auf die Idee, einfach die Dosis der Steroide zu erhöhen. Doch das ist nach Darstellung der beiden in den meisten Fällen eher kontraproduktiv. Dadurch verschließe man sich lediglich die Rezeptoren, so Jil. Festzuhalten ist: Mehr ist hier nicht „besser”, sondern erhöht vor allem die gesundheitlichen Risiken. Konkrete Mengenangaben nennen wir bewusst nicht, da sich daraus eine Anleitung ableiten ließe.

Abschließend muss man dennoch betonen, dass Phil Bane und Jil prinzipiell niemandem zum Konsum von Anabolika raten. Das Aufdecken der Mythen soll lediglich der Aufklärung dienen. Schließlich haben beide schon detailliert über die Nebenwirkungen eines exzessiven Anabolika-Konsums gesprochen. Jil selbst zieht inzwischen sogar in Erwägung, gänzlich auf unterstützende Mittel zu verzichten.

Hinweis: Dieser Artikel ist eine journalistische Einordnung und keine Einnahme- oder Kaufempfehlung. Anabole Steroide sind in Deutschland verschreibungspflichtige bzw. nicht für den Freizeitsport zugelassene Arzneimittel und fallen unter das Arzneimittel- und Anti-Doping-Recht; Besitz und Handel können strafbar sein. Von einer Selbstanwendung wird dringend abgeraten. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.

Quelle: Phil Bane / Jil, Road to Glory (YouTube).