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Die häufigsten Mythen über Sex: was stimmt, was nicht?

Eine Sexualautorin ordnet weit verbreitete Annahmen über Lust, Größe und Spontaneität ein. Was davon haltbar ist und was eher Mythos.

„Du wirst blind, wenn du zu oft masturbierst.” Viele von uns haben solche Mythen als Kind gehört, ohne dass dahinter ein medizinischer Beleg steht. Die Sexualautorin Cory Silverberg hat einige weit verbreitete Fehlannahmen zum Thema Sex untersucht:

Sex sei genetisch gesteuert, um die Fortpflanzung zu fördern: Auch wenn dies bis zu einem gewissen Grad zutrifft, ist Sexualität eine wichtige Quelle der Erfüllung und der Zufriedenheit.

Der Sexualtrieb sei bei Männern und Frauen grundsätzlich unterschiedlich: Auch wenn es geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Sexualität gibt, sind die treibenden Kräfte bei Erregung und Libido komplex und nicht spezifisch für Männer oder Frauen.

Mythos 1: Sex sollte immer spontan sein. Laut Silverberg muss man nicht alles dem Zufall überlassen. Ein bisschen sexuelle Choreographie kann einen Spaßabend in einen magischen Abend verwandeln. Ein Dinner bei Kerzenschein, sanfte Musik und ein guter Wein vor dem Sex könne mehr bewirken als hektisches Gerammel auf dem Rücksitz eines Autos.

Mythos 2: Die Größe spielt die entscheidende Rolle. Sie sei viel weniger wichtig, als wie man sie einsetzt. Erfahrene Partner nutzen das gesamte Repertoire aus Berührungen, Liebkosen, Fingern, Zunge, Atem, Stimme und Spiel.

Mythos 3: Guter Sex ist immer etwas Außergewöhnliches. Guter Sex sei etwas Besonderes, doch sexuell aktive Menschen haben ihn oft mehrmals wöchentlich, und er ist gewöhnlich gut.

Mythos 4: Man braucht niemand anderen. Die Magie des Sex bestehe in der Verbindung, die man mit anderen Menschen hat. Masturbation besitze nur eine begrenzte Kapazität für Befriedigung.

Mythos 5: Es gibt nur einen Weg zu tollem Sex. Menschen werden auf viele Arten sexuell befriedigt, und ihr sexueller Appetit reicht von mild bis wild. Wie sagte der Zauberer von Oz zu Dorothy? „Es gibt viele Wege, die zurück nach Kansas führen.”

Hinweis: Dieser Artikel ist eine journalistische Einordnung und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung. Bei anhaltenden Problemen oder Fragen rund um die sexuelle Gesundheit wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.

Quelle: About.com: Sexuality, August 2007 (Cory Silverberg).