Anabole Steroide sind in Deutschland rechtlich reguliert, im Sport als Dopingmittel verboten und mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden; was hier geschildert wird, stammt aus einem Tierversuch und ist kein Sicherheits- oder Wirksamkeitsnachweis für den Menschen.
Intensives Training mit Gewichten und Bodybuilding verursacht Muskelschäden, die Zellentzündungen, Lecks in der Zellmembran, Zellreparaturen und eine Anregung der Muskelproteinsynthese zur Folge haben. Studien deuten darauf hin, dass anabole Steroide das Muskelzellwachstum fördern, insbesondere bei höheren Dosierungen und in Verbindung mit einem Training mit Gewichten; konkrete Mengenangaben nennen wir bewusst nicht, da sich daraus eine Anleitung ableiten ließe.
Eine japanische mit Ratten durchgeführte Studie konnte zeigen, dass Steroide durch eine Verhinderung des Muskelzellabbaus anstatt durch eine Förderung der Muskelproteinsynthese wirken. Die Wissenschaftler verwendeten eine Überlastungstechnik, die als chirurgische synergistische Ablation bezeichnet wird. Sie überlasteten den Plantaris Muskel (ein Wadenmuskel) durch eine Zerstörung des Gastrocnemius und des Soleus Muskels in der Wade. Anabole Steroide reduzierten die Muskelfaserbeschädigungen im Plantaris Muskel, doch sie steigerten die Muskelproteinsynthese in diesem Muskel nicht.
Auch wenn diese Studie interessant war, sind diese Resultate aufgrund von Unterschieden bei den Muskelüberlastungstechniken, Steroid-Dosierungen und Spezies (das heißt Ratte gegenüber Mensch) nicht unbedingt auf menschliche Bodybuilder übertragbar.
Hinweis: Dieser Artikel ist eine journalistische Einordnung und keine Einnahme- oder Kaufempfehlung. Anabole Steroide sind in Deutschland nicht für nicht-medizinische Zwecke zugelassen und fallen unter das Arzneimittel- und Anti-Doping-Recht; Besitz und Handel können strafbar sein. Von einer Selbstanwendung wird abgeraten. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.
Quelle: Histochemical Cell Biology, 132: 71-81, 2009.