wenn sich Frauen KAPUTT trainieren: leidest Du an der „The Female Athlete Triade“?

„The Female Athlete Triade“ ist ein verheerendes Gesundheitsproblem, mit dem sich viele Sportlerinnen heutzutage konfrontiert sehen. Dabei handelt es sich meist um drei schwer wiegende körperliche Defizite, die durch zu viel körperliche Anstrengung entstehen. Meist umfasst diese Triade ernährungstechnische Defizite, ein Ausbleiben der Regelblutung und Probleme mit der Knochengesundheit bei Frauen. Das „American College of Sports Medicine“ sieht das Syndrom als “Wechselbeziehung zwischen Energieverfügbarkeit, Menstrualfunktion und Knochenmineraldichte, die Essstörungen, Ausbleiben der Periode und Osteoporose umfassen kann“.

Zu den größten Risikogruppen gehören für gewöhnlich Frauen mit einem sehr geringen Körperfettanteil und einem hohen Sportpensum. Meist sind hiervon Wettkampfathletinnen betroffen. Allerdings scheint das Phänomen auch immer mehr in den Breitensport überzugehen. Der soziale Druck, einen „idealen Körpertyp“ zu entwickeln, kann die Entwicklung eines niedrigen Selbstwertgefühls und körperliche Probleme, die mit der Triade in Verbindung gebracht werden, fördern. Extreme Kontrolle, Leistungsdruck während des Wettkampfes, das offizielle Wiegen, und soziale Isolation können ein Umfeld schaffen, welches das Risiko für die Entwicklung der Triade erhöhen kann. Viele Sportlerinnen erfüllen nicht alle Kriterien der Triade, können jedoch als Teil eines Syndroms andere Störungen oder Verhaltensweisen entwickeln.

Die drei Komponenten

Energiedefizit + gestörtes Essverhalten

Dies kann man als Schema eines obsessiven Diätens und/oder einer schlechten Ernährung definieren. Tatsächlich kann das Ausmaß hiervon sogar schwerwiegender als klinische Essstörungen sein. Inadäquate Ernährung und eine niedrige Kalorienzufuhr resultieren bei diesen Sportlerinnen in reduzierten Energiespiegeln und extremer Erschöpfung.

Störungen des Menstrualzyklus (Amenorrhö)

Ein unregelmäßiger Menstrualzyklus oder eine Amenorrhö – das völlige Ausbleiben des Menstrualzyklus über einen Zeitraum von sechs Monaten oder mehr – ist die zweite Komponente der Triade. Eine Amenorrhö ist häufig ein Symptom, von dem Sportlerinnen nicht berichten und das für gewöhnlich nicht von Sportlerinnen und Trainern besprochen wird.

Knochenabbau + Osteoporose

Ein Knochenabbau ist die gefährlichste Komponente der Triade. Schließlich können schwächere Knochen zu Osteopenie und später zu Osteoporose führen. Dies kann Stressfrakturen und Verletzungen zur Folge haben. Stressfrakturen und gebrochene Knochen manifestieren sich häufig im Bereich der Hüfte oder der Wirbelsäule von Sportlerinnen.

Weit verbreitete Symptome

  • Niedrige Energiespiegel, Erschöpfung, exzessive Müdigkeit und Schlafprobleme
  • Ernährungsprobleme inklusive einer niedrigen Kalorienzufuhr und/oder eine fettarme Ernährung, obsessive Ernährungsschemata, sowie seltsame Diäten und ein Gewichtsverlust
  • Körperliche Veränderungen inklusive Haarausfall, trockener Haut, kalte Extremitäten, häufigen Erkältungen, Infektionen oder Krankheiten
  • Unregelmäßiger oder ausbleibender Menstrualzyklus
  • Wiederkehrende Sportverletzungen, Knochenbrüche und Stressfrakturen

Die tatsächliche Verbreitung der Triade ist in gewisser Hinsicht unbekannt. Studien haben bei 15 bis 62% der weiblichen College Sportlerinnen von einem gestörten Essverhalten und bei 3,4 bis 66% aller Sportlerinnen von Amenorrhö berichtet.

Wissenschaftler fanden außerdem heraus, dass 34,2% der untersuchten Sportlerinnen eine niedrige Mineraldichte im Bereich der Lendenwirbelsäule aufwiesen. Zudem war eine Osteoporose bei 33% der Probanden präsent. Andere Aspekte der Triade inklusive Störungen des Menstrualzyklus, Essstörungen und eine niedrige Knochenmineraldichte konnte man bei 15,9% der Sportlerinnen erkennen.

Fazit

Die Triade ist eine alarmierende Gefahr für die Gesundheit, die bei Frauen anhaltende Probleme hervorrufen kann. So kann sie in extremen Formen kann sogar tödlich sein. Genau deshalb sind Aufklärungen von Sportwissenschaftlern und Trainern extrem wichtig wichtig. Wenn Du diese Symptome am eigenen Leib erfährst, dann solltest Du Dir qualifizierte medizinische Hilfe holen.

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